Theoretische Grundlagen

Die folgenden drei Konzepte bilden im Wesentlichen den Grundstock unserer Arbeit.

Komplexe adaptive Systeme
Der Begriff complex adaptive systems (komplexe adaptive Systeme) wurde vom Santa Fe Institut geprägt. Dort geht man davon aus, dass eine große Zahl von Beteiligten nach einem bestimmten Regelwerk agiert. Alle Beteiligten interagieren miteinander und passen sich einander an. Die Komplexitätsforschung untersucht die gemeinsamen Indikatoren und die Dynamik solcher Systeme und Netzwerke. Im Gegensatz zu einem traditionellen wissenschaftlichen Ansatz, bei dem die Entdeckung eines übergeordneten Plans für das gesamte System erwartet würde, beschreiben die Komplexitätsforscher ein Modell der Interaktion aller Beteiligten mit ihren lokalen Prinzipien. Sie zeigen, wie das Prinzip der Selbst-Organisation zu einem Auftauchen und zum Erhalt einer Ordnung beiträgt, wo zuvor Unordnung oder Komplexität herrschte. Dies führt zu fundamentalen strukturellen Innovationen – im Gegensatz zu oberflächlichen Veränderungen.

Organisationen als kommunikative Prozesse
Das Complexity and Management Centre der Universität von Hertfordshire versteht Organisationen als komplexe Prozesse von Beziehungen. Dies weist jeden Gedanken an ein System zurück, wenn wir menschliches Verhalten betrachten. Es ist die kommunikative Interaktion zwischen Menschen, welche die Basis einer Organisation bildet. Es beleuchtet die Bedeutung des Informellen im Gegensatz zu offiziellen Anweisungen. Es unterstreicht die Wichtigkeit von authentischen und gegenwärtigen Erfahrungen.

Das Verständnis von Organisationen als kommunikative Prozesse bildet die Grundlage für partizipative Selbst-Organisation, in der Beziehungen die Fähigkeit haben, vollkommen neue Muster zu formen. Dies impliziert ein nicht vorhersehbares Ergebnis. Das wiederum führt zu einem völlig neuen Verständnis von Führerschaft. Erfolgreiche Führer zeigen oftmals größere Spontaneität und die Fähigkeit, die Sichtweise ihrer Mitarbeiter anzunehmen. Auf dieser Basis stärken sie die Kommunikation zwischen den einzelnen Gruppen und sind bereit, höhere Risiken einzugehen.

Technische vs. adaptive Herausforderungen
Richard Pascale und seine Kollegen konzentrieren sich mit ihrer Arbeit auf die Anwendbarkeit der Komplexitätswissenschaften in Organisationen. Eine der Schlüsselaspekte ist die Unterscheidung zwischen technischen und adaptiven Herausforderungen; diese Differenzierung wurde erstmals vom Harvard-Professor Ronald Heifetz eingeführt.

Auch bei adaptiven Herausforderungen muss – trotz vieler nicht-linearer Faktoren – geführt werden. Dies bedeutet, dass neue Methoden und Techniken entwickelt werden müssen, um erfolgreiche Ergebnisse zu erzielen. Daraus ergibt sich wenig Vorhersehbarkeit und Prognose. Häufig treten dagegen Missverständnisse und Konflikte auf, gleichzeitig sind die Chancen auf fundamentale Innovationen hoch.

Gewisse Paradigmen im Management negieren diese Unterscheidung und fokussieren sich auf die technische Sichtweise bestehender Herausforderungen. Die meisten Situationen im Organisationsalltag sind allerdings gekennzeichnet durch eine Mischung beider Formen.

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